Seit Ende Juni erprobt die Region Sønderjylland-Schleswig eine komplett neue Strategie für die Planung einer Konferenz: Über Blog, Facebook und gedruckte Medien bezieht sie die breite Bevölkerung in der Region in die Planung der ersten Offenen Regionskonferenz am 26.10. auf dem Campus Flensburg mit ein. Nun ist die erste Runde der offenen Planung abgeschlossen und Anke Spoorendonk und Grit Jurack, die für den Handballclub Viborg spielt, werden bei der Konferenz sprechen. Wir hatten die Gelegenheit Annika Carstensen, Mitarbeiterin des Regionskontors und Koordinatorin der Konferenz, zu dem spannenden Planungsprozess zu befragen.
Wieso hat sich das Regionskontor für diese ungewöhnliche Form der Konferenzplanung entschieden?
Wir wollten mehr Menschen hier in der Region in die deutsch-dänische Zusammenarbeit mit einbeziehen und hier schien uns eine Konferenz mit offener Planung das geeignete Forum.
Machen Sie es sich nicht etwas einfach – anstatt selbst zu planen, lassen Sie einfach die anderen planen?
Im Gegenteil: Die offene Konferenzplanung ist sehr viel schwieriger durchzuführen und mit sehr viel größerer Unsicherheit behaftet, als der normale Weg der Planung. Zum Beispiel können wir erst spät ein Konferenzprogramm fertigstellen, da wir auf Rückmeldungen aus der breiten Bevölkerung angewiesen sind.
Sind Sie denn zufrieden mit den Rückmeldungen?
Wir hatten eine Anzahl von Vorschlägen über unsere Fach- und Netzwerkgruppen sowie übrige Gremien, durch E-Mail, Facebook und den Blog. Nun gilt es, diese zu systematisieren und ein gutes, konstruktives Programm daraus zusammen zu stricken. Schließlich geht es bei der Offenen Regionskonferenz auch darum, die erzielten Ergebnisse sinnvoll in unsere Gremienarbeit einbeziehen zu können. Übrigens nehmen wir natürlich auch weiterhin Vorschläge zur Konferenzplanung entgegen.
Auf der Konferenz sollen neue Ideen, Arbeitsbereiche und Herausforderungen für die deutsch-dänische Zusammenarbeit diskutiert werden. Nach der Konferenz wird mit ausgewählten Themen innerhalb der Region Sønderjylland-Schleswig weitergearbeitet werden. Weitere Konferenzen sind für 2013 und 2014 geplant.
